01.05.2019

Gute Arbeit

Jede Frau und jeder Mann hat das Recht auf Arbeit. Arbeit ist der Schlüssel für Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie gibt Lebenssinn und Anerkennung. Arbeit verhindert soziale Ausgrenzung und ermöglicht einselbst bestimmtes Leben. Arbeitslosigkeit dagegen, meist nicht selbst verschuldet, verletzt die Menschenwürde, grenzt aus und kann krank machen. Jede gut gemachte Arbeit verdient Respekt, aber nicht jede Arbeit ist gute Arbeit. Arbeit gehört zum menschenwürdigen Leben, aber sie muss auch menschenwürdig sein.

Industriestandort stärken

Wir werden den Industrie- und Dienstleistungsstandort Mannheim weiter stärken und durch einen gezielten Ausbau der Kreativwirtschaft und der Medizintechnologie erweitern. Die Neugründung von Unternehmen und Start-Ups besonders aus dem IT-Bereich liegt uns am Herzen und unterstützen wir aktiv. Mannheim soll für alle sichtbar eine Gründerstadt werden. Wir sorgen für verlässliche Rahmenbedingungen sowohl für die vielen internationalen Konzerne mit ihrer hohen Technologiekompe-tenz, aber auch für die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen. Gerade diese tragen dazu bei, dass die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in unserer Stadt so hoch ist wie noch nie zuvor. Vorhandene Industrieflächen sollten gesichert und eine Ausweitung bei Bedarf geprüft werden.

Kodex für gute Arbeit umsetzen

Wir setzen uns dafür ein, dass Unternehmen in unserer Stadt sich an den Kodex gute Arbeit halten. Dies beinhaltet unter anderem die Wahrung und den Ausbau der Tarifbindung, die Anerkennung der Mitbestimmungs- und Arbeitnehmerrechte, angemessene Vergütungen und die Akzeptanz von Gewerkschaften. Die Partnerschaft von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist zentrales Fundament für unser Verständnis von Wirtschaft. Städtische Grundstücke sollen nur noch an solche Unternehmen verkauft werden, die den Kodex „Gute Arbeit“ anerkennen. Auftragsvergaben der Stadt Mannheim erfolgen nur noch an tarifgebundene Unternehmen.

Die Stadt Mannheim ist Vorbild als gute Arbeitgeberin

Wir wollen die Ausbildungs- und Arbeitsplätze sichern: Die Investitionen in unsere berufsbildenden Schulen müssen weiter erhöht und insbesondere der bauliche Zustand einiger Schulen verbessert werden.

 Die Stadt Mannheim und unsere Tochterunternehmen müssen auch zukünftig ihre Ausbildungskapazitäten mindestens im bisherigen Umfang aufrechterhalten. Die Auszubildenden sind nach ihrem Abschluss grundsätzlich unbefristet aufzunehmen, ohne dass die Ausbildungskapazität sinkt. Das von der Bundesregierung neu aufgelegte Programm „sozialer Arbeitsmarkt“ werden wir aufgreifen. Wir setzen uns dafür ein, dass in einem städtischen Servicebetrieb mindestens 250 Langzeitarbeitslose dadurch eine Perspektive erhalten.

Wir stellen alle „fremdvergebenen“ Dienstleistungen auf den Prüfstand. Dort wo möglich, sollen diese in einer städtischen und selbstverständlich tarifgebundenen Dienstleistungsgesellschaft zusammengefasst werden.

Wir fordern die konsequente Umsetzung des Chancengleichheitsgesetzes Baden-Württemberg, d.h. etwa mehr Frauen in Führungspositionen in der Stadtverwaltung und im kommunalen Einflussbereich. Ein Karriereknick nach der Familienpause ist zu verhindern. Es geht auch um gezielte Förderung und Unterstützung der Existenzgründung von Frauen und die Entgeltgleichheit für Männer und Frauen.

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